Schwache Ernte, hohe Kosten – Neue Hilfen für Agrarbetriebe

Trockenheit, Hitze und Futterknappheit setzten viele landwirtschaftliche Betriebe im Jahr 2026 unter erheblichen Druck. Hinzu kommen hohe Kosten für Diesel und Dünger. Finanzielle Hilfen sollen dabei entlasten.

14. September 2026
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Trockenheit und Hitze haben in diesem Jahr vielerorts zu Ernteverlusten und Futterknappheit geführt. Gleichzeitig belasten gestiegene Kosten für Diesel und Dünger die landwirtschaftlichen Betriebe zusätzlich. Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) Unterstützungsmaßnahmen angekündigt. Ziel dabei ist die Stärkung landwirtschaftlicher Resilienz.

Ausmaß der Beeinträchtigung

Wie deutlich die Ernte beeinträchtigt ist, zeigen bereits vorläufige Ergebnisse, die einen wesentlichen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen. Dabei gibt es regionale Unterschiede. Besonders im Süden und Südwesten Deutschlands haben Trockenheit und Hitze unter anderem dem Mais und der Getreideernte zugesetzt. Entsprechend ist auch die Futterversorgung angespannt.

Mehr Liquidität für betroffene Betriebe

Größere finanzielle Flexibilitäten sind vor dem Hintergrund multikausaler Herausforderungen sowie zum Teil unvorhersehbarer Wetterextreme nun entscheidend. Eine zentrale Maßnahme betrifft die Liquidität landwirtschaftlicher Unternehmen. Gemeinsam mit der landwirtschaftlichen Rentenbank soll das bestehende Liquiditätshilfeprogramm um 300 Millionen Euro auf ein Darlehensvolumen von insgesamt 500 Millionen Euro aufgestockt werden. Darüber hinaus ist ein zweites Liquiditätsprogramm vorgesehen, dass sich vor allem durch gesenkte Zinsen und längere Laufzeiten auszeichnet.

60 Millionen Euro für Dünger- und Dieselkosten

Zusätzliche Unterstützung erfolgt über Mittel der Europäischen Union. Insgesamt 60 Millionen Euro sollen für sogenannte Düngemittel zur Verfügung stehen. Diese sollen zielgerichtet in Form von Hektarprämien an die Betriebe verteilt werden, die besonders stark von den steigenden Kosten betroffen sind.

Direktzahlungen sollen ab 2027 steigen

Auch bei den Direktzahlungen an die deutsche Landwirtschaft plant der Bund eine zusätzliche Entlastung. Demnach würden die Direktzahlungen von rund 4,1 Milliarden Euro im Jahr 2026 auf rund 4,9 Milliarden Euro im Jahr 2027 steigen.

Eine Übersicht und weiterführende Informationen über bereits bestehende sowie geplante Unterstützungsmaßnahmen stehen vom BMLEH online zur Verfügung.

Quellen: https://www.bmleh.de/DE/themen/landwirtschaft/pflanzenbau/ackerbau/ernte-2026.html; https://datenbank.nwb.de/Dokument/1101061/?starter=nl_muv