Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter und Geschäftspartner

Alle Jahre wieder ist das Weihnachtsfest ein guter Anlass, sich bei Kunden, Geschäftspartnern und Mitarbeitern mit einem Präsent für die Treue, die Zusammenarbeit und das Engagement im vergangenen Jahr zu bedanken. Damit die Freude an den Geschenken nicht durch steuerliche Verpflichtungen getrübt wird, sollten sowohl der schenkende Unternehmer selbst als auch der Beschenkte einiges beachten.
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Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter
Weihnachtsgeschenke an Mitarbeiter können als Sachgeschenke in vielen Fällen steuervergünstigt oder sogar steuerfrei gewährt werden. Auch eine Übergabe bei der Weihnachtsfeier kann begünstigt sein. Geldgeschenke hingegen sind immer in vollem Umfang steuerpflichtig. Für Sachgeschenke und Gutscheine mit Geldbetrag an Mitarbeiter kommt die monatliche Sachbezugsfreigrenze von 44 Euro in Betracht. Voraussetzung hierfür ist, dass diese Grenze im Dezember noch nicht für andere Sachleistungen an die Mitarbeiter, wie etwa Tankgutscheine, genutzt wird. Bis zum Wert von 44 Euro können dann Geschenke steuer- und sozialversicherungs­frei überreicht werden.

Die Steuerbefreiung für »Aufmerksamkeiten« in Höhe von 60 Euro kommt an Weihnachten nicht in Betracht. Diese Begünstigung gilt nur für persönliche Ereignisse, wie beispielsweise Geburtstage und Hochzeiten. Weihnachten ist kein derartiges persönliches Ereignis.

Praxistipp:
Überreichen Sie doch die Weihnachtsgeschenke anlässlich der Weihnachtsfeier mit Ihren Mitarbeitern. Für die Kosten der Weihnachtsfeier gelten die steuerlichen Grundsätze für Betriebsveranstaltungen. Für die Feier gilt ein Freibetrag von 110 Euro pro Mitarbeiter, wenn Sie die Grenze von zwei Betriebsveranstaltungen pro Jahr noch nicht überschritten haben. Dabei können Sie ohne Probleme Geschenke bis 60 Euro inklusive Umsatzsteuer in die Berechnung des Freibetrages einbeziehen.

Ist der Steuerfreibetrag von 110 Euro bei Betriebsveranstaltungen überschritten oder werden mehr als zwei Veranstaltungen durchgeführt, liegt steuerpflichtiger Arbeitslohn vor. Für diesen besteht aber die Möglichkeit zur begünstigten Besteuerung. Arbeitslohn aus Anlass von Betriebsveranstaltungen kann mit 25 Prozent pauschal besteuert und sozialversicherungsfrei belassen werden.

Weihnachtsgeschenke an Geschäftsfreunde
Die »Bereicherung«, die der Beschenkte durch das Präsent erhält, muss er grundsätzlich der Besteuerung unterwerfen. Der Geschäftspartner muss den Vorteil als Betriebseinnahme ansetzen. Damit dem Beschenkten die Freude über das Weihnachtspräsent nicht durch das Finanzamt verdorben wird, gibt es die Möglichkeit der pauschalen Steuerübernahme mit einem Steuersatz von 30 Prozent. Dabei können die »Streuwerbeartikel« mit Anschaffungskosten unter 10 Euro von der pauschalen Besteuerung ausgenommen werden.Die Steuerübernahme ist zwar keine Pflicht, wird aber in Lohnsteuer-Außenprüfungen gerne aufgegriffen. Sie ist empfehlenswert, weil sonst unliebsame Überraschungen beim Empfänger auftreten können. Erforderlich ist sie nur für Geschäftspartner, bei denen das Geschenk zu steuerpflichtigen Einkünften führt. Somit fallen beispielsweise die Privatkunden nicht unter diese Regelung.

Betriebsausgabenabzug
Werden Geschäftsfreunde oder Kunden beschenkt, sind die Aufwendungen als Betriebsausgaben abziehbar, wenn sie 35 Euro ohne Umsatzsteuer pro Beschenkten pro Jahr nicht übersteigen. Bei einem Unternehmer, der nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt ist (beispielsweise ein Arzt oder Versicherungsmakler), muss vom Bruttowarenwert ausgegangen werden. Wird die Grenze von 35 Euro überschritten, sind die Aufwendungen insgesamt nicht als Betriebsausgabe abziehbar.

Für Fragen zur optimalen Behandlung Ihrer Weihnachtszuwendungen steht Ihnen Ihr persönlicher Berater gerne zur Verfügung.

04.11.2019

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