Sofortabschreibung von Computern und Software ab dem 1. Januar 2021

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs der Länder haben in einer Videoschaltkonferenz am 19. Januar 2021 unter anderem beschlossen, die Sofortabschreibung bestimmter digitaler Wirtschaftsgüter rückwirkend zum 1. Januar 2021 zuzulassen. Unklar war, wie eine entsprechende Regelung umgesetzt werden soll.
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Mit dem nun vorliegenden Schreiben des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) vom 26. Januar 2021 ist eine untergesetzliche Regelung erfolgt.

Die Finanzverwaltung ändert mit dem BMF-Schreiben ihre Auffassung zur Nutzungsdauer von Computern und Software. Diese Wirtschaftsgüter unterliegen aufgrund des raschen technischen Fortschritts einem immer schnelleren Wandel. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer wurde für diese Wirtschaftsgüter seit rund 20 Jahren nicht mehr geprüft und bedarf, nach Ansicht des BMF, deshalb einer Anpassung an die geänderten tatsächlichen Verhältnisse. Die bisher vorgesehene betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer für Computer und Betriebs- und Anwendersoftware wird von drei Jahren auf ein Jahr herabgesetzt.  Dadurch kommt es zu einer Sofortabschreibung.

In dem Schreiben findet sich auch die Bestimmung des Begriffs »Computerhardware«, der unter die Neuregelung der einjährigen Nutzungsdauer fällt. Dabei handelt es sich um die Definition der Wirtschaftsgüter Computer, Desktop-Computer, Notebook-Computer, Desktop-Thin-Clients, Workstations, Dockingstations, externe Speicher- und Datenverarbeitungsgeräte (Small-Scale-Server), externe Netzteile sowie Peripheriegeräte.

Bitte achten Sie beim Kauf entsprechender Computerhardware darauf, dass die für die Sofortabschreibung erforderliche EU-rechtliche Herstellerkennzeichnung der Computerhardware im Hinblick auf die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung von Computern und Computerservern sich auf dem Wirtschaftsgut befindet.

Für Wirtschaftsgüter des Privatvermögens, die zur Einkünfteerzielung zum Beispiel im Rahmen eines Anstellungsverhältnisses oder zur Verwaltung von Mietshäusern verwendet werden, gilt dies entsprechend ab dem Veranlagungszeitraum 2021.

19.03.2021
Katja Adam

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